Autogenes Training ist:
- eine bewährte und einfach lernbare, physiologisch fundierte Entspannungstechnik
(entwickelt von I.H. Schultz). Der Übende lernt, seine
natürlichen Entspannungsmechanismen möglichst überall einsetzen zu können.
- eine Serie von sechs autosuggestiven Übungen (Schwere, Wärme, Herz, Atmung, Sonnengeflecht,
Stirn), die zusammen eine globale, vegetative Umstimmung zur Ruhe hin bewirken.
- eine Basispsychotherapie.
- eine Möglichkeit, in der eigenen Praxis Patienten eine wirksame Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten.
Autogenes Training wirkt kausal z.B. bei:
- funktionellen Störungen des Herz-Kreislaufsystems, des Magen-Darm-Trakts, des Atmungsapparats.
- spannungsbedingten Schlafstörungen und Kopfschmerzen.
- Angstzuständen leichterer Art.
Autogenes Training wirkt adjuvant bei:
- allen organisch bedingten Zuständen, die mit Spannung, Angst und Schmerz einhergehen
(chronische Schmerzsyndrome, Umgang mit der Diagnose einer malignen Erkrankung etc.).
- verschiedenen psychiatrischen Störungen, die mit derselben Symptomatik einhergehen.
- Weichteilrheuma.
In der Regel sind erste positive Allgemeinwirkungen schon nach wenigen Tagen oder Wochen regelmässigen Übens bemerkbar.
Literatur (kurzer Auszug)
Kraft, Hartmut: Autogenes Training, Methodik Didaktik und Psychodynamik, Hippokrates.
Binder, Helmut und Binder, Klaus: Autogenes Training - Basispsychotherapeutikum, ein Weg zur
Entspannung und zum Selbst, Deutscher Ärzte-Verlag.
Schultz, Johannes Heinrich: Das autogene Training, konzentrative Selbstentspannung, Thieme.
Vaitl, Dieter und Petermann, Franz: Handbuch der Entspannungsverfahren, Beltz.
Krampen, Günter: Einführungskurs zum autogenen Training. Ein Lehr- und Übungsbuch für die psychologische Praxis, VAP Göttingen / Stuttgart.